Menschenrechte

Weltweit ermorden Staaten tausende Menschen. Dies wird damit gerechtfertigt, dass sie sich aus diesen Maßnahmen mehr Sicherheit und Gerechtigkeit versprechen. Doch meist wird dieses Instrument genutzt, um ein diktatorisches System zu festigen.

Die Todesstrafe ist staatlich legitimierter Mord, der mit den universell geltenden Menschenrechten unvereinbar ist. Vergeltung und Rache können kein humanes und zeitgemäßes Ziel der Rechtsprechung und Strafe sein, bei denen Justizirrtum und Missbrauch nie vollständig auszuschließen sind. Auch die vermeintlich pragmatische Funktion der Todesstrafe als Abschreckungsinstrument wurde bisher in keinem Land der Welt nachgewiesen. 

Von der Todesstrafe sind Menschen bedroht, die wegen ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Meinungsäußerung, ihrer weltanschaulichen Positionierung oder der Abkehr vom Glauben (Apostasie) diskriminiert und verfolgt werden. Leider nehmen viele Kulturrelativisten diese Verbrechen hin. Die Opfer bleiben häufig anonym und brauchen Hilfe, damit ihr Fall an das Licht der Öffentlichkeit kommt.

2001 gründete ich daher das Internationale Komitee gegen Steinigung, ein Netzwerk mit 200 internationalen Organisationen, 2004 das Komitee gegen Todesstrafe. Als Koordinatorin und Sprecherin der beiden Komitees arbeite ich weltweit mit Frauen- und Menschenrechtsorganisationen zusammen und rettete dadurch vielen zum Tode (mitunter auch zur Steinigung) verurteilten Menschen das Leben.

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